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14.02.2017

DHBW-Forschungsprojekt mit der Stadt Schwetzingen abgeschlossen

Das 1250-jährige Jubiläum der Stadt Schwetzingen diente als Anlass für ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm. Im Zuge dessen evaluierte Prof. Dr. Carsten Schröer, Professor im Studiengang BWL - Messe-, Kongress- und Eventmanagement, sowohl die Zufriedenheit der Besucher mit den Veranstaltungen als auch ihr generelles Befinden in der Stadt. Die über zwei Jahre stattfindende Befragung wurde in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für empirische und experimentelle Betriebswirtschaftslehre, kurz ZEEB, der DHBW Mannheim unter der Leitung von Prof. Dr. Lothar Weinland und mit Hilfe des akademischen Mitarbeiters Gabriel Jurgensen sowie vier Studierendenkursen durchgeführt. Im April erscheinen die Ergebnisse im Booklet zum Jubiläumsjahr.

Wie kommt ein Event bei den Besuchern an? – Das ist eine typische Frage, die Studierende im Studiengang Messe-, Kongress- und Eventmanagement statistisch aufbereiten. Bei der Zusammenarbeit der DHBW Mannheim und der Stadt Schwetzingen ging die Befragung sogar über diese reine Eventforschung hinaus: Ihr Ziel war es herauszufinden, inwieweit sich Bürger mit ihrer Stadt identifizieren und ob sie mit Schwetzingen zufrieden sind. Die Idee der Zusammenarbeit entstand bei einem Treffen der Ausbildungspartner der DHBW Mannheim, wo Prof. Dr. Schröer von anderen Kooperationen etwa mit dem Palatin oder Sportvereinen berichtete.  

Um Oberbürgermeister Dr. René Pöltl und der Stadtverwaltung Ergebnisse zu liefern, die für die zukünftige politische Entwicklung Schwetzingens nutzbar sind, erarbeitete das DHBW-Team einen langfristigen Forschungsrahmen über zwei Jahre. Es teilt die Erhebung in zwei methodisch unterschiedliche Phasen. Die erste Phase zwischen April und Juni 2015 hielt in ausführlichen Einzelgesprächen die Ansichten von Randgruppen fest. Denn diese Meinungen sind in statistischen Erhebungen häufig unterrepräsentiert. „Anfangs war es schwer, Freiwillige für die umfangreichen qualitativen Gespräche zu finden“, erinnert sich Prof. Dr. Schröer. „Aber dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Schwetzingen, dem Engagement von Multiplikatoren und Bürgern kam der Stein schnell ins Rollen.“  

Auf die qualitative Phase folgte die zweite, quantitative Phase im August 2015 und August 2016. Nun wählten die rund 20.000 Befragten aus standardisierten Antworten eines IPad-Fragebogens aus. Auf diese Weise zeichneten sich Mehrheitsmeinungen ab. Um Fehlerquellen zu vermeiden testeten die Untersucher den Fragebogen vorab mehrmals und stimmten ihn mit vergleichbaren Analysen in anderen Städten ab. Gerade in dieser Phase war es für Prof. Dr. Schröer zeitaufwendig die Studierenden im Projekt zu integrieren. „Natürlich mussten wir die wechselnden Kurse immer erst einweisen und für das Projekt motivieren“, berichtet Prof. Dr. Schröer. „Und selbst der motivierteste Studierende hadert, wenn ein Regentag die Befragung im Freien erschwert.“  

Trotz dieser Herausforderungen konnte die Umfrage erfolgreich abgeschlossen werden und die Forschergruppen präsentierten bereits im Oktober 2016 ihre Ergebnisse der Stadt Schwetzingen. Im April 2017 erscheint nun ein Booklet zum Jubiläumsjahr indem die wichtigsten Ergebnisse festgehalten werden. Für Prof. Dr. Schröer war es beispielsweise überraschend, dass die Schwetzinger über alle Altersgruppen hinweg mit ihrer Stadt sehr zufrieden waren. Verbesserungsbedarf sehen die Schwetzinger bei den „Shoppingmöglichkeiten“ sowie den öffentlichen Nahverkehrsverbindungen nach Mannheim und Heidelberg. Die Zukunft wird zeigen, inwieweit Schwetzingen die Ergebnisse der DHBW-Studie nutzt und Veränderungen umsetzt.  

Interessierte finden die umfangreichen Ergebnisse ab April im Booklet.

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