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19.10.2017

DHBW Mannheim - Hochschule und Duale Partner gemeinsam stark für die Zukunft Hochwertige Nachwuchsqualifizierung am Puls der Zeit

• Zukunftsfelder und Rolle der Hochschule • Entwicklung der DHBW Mannheim – Konsolidierung der Studierendenzahlen auf hohem Niveau • Weitere Profilschärfung durch neue Studienangebote • Kooperative Forschung   Digitaler Wandel, Industrie 4.0, Energiewende und demographische Veränderungen - nur wenige Schlagworte/Zukunftsthemen, die eindrücklich den Umbruch unserer Gesellschaft charakterisieren. Hochschulen haben in diesem Kontext eine besondere Rolle, denn sie füllen den Bildungsauftrag der Gesellschaft durch Forschung und Lehre mit Leben und übernehmen Verantwortung. Nur eine enge Vernetzung und ein lebendiger Dialog zwischen Hochschule und Gesellschaft sichert dabei den erforderlichen Austausch von Wissen, Ressourcen und Fähigkeiten, der es schließlich ermöglicht, gesellschaftlichen Herausforderungen von heute und von morgen zu begegnen. Eine Tatsache, die insbesondere die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Mannheim und an den acht weiteren Standorten im Land aktiv und intensiv lebt. Durch die Struktur des dualen Studiensystems ist der intensive Austausch in beide Richtungen zwischen Hochschule und Wirtschaft/Gesellschaft systemimmanent und sichert sowohl ein Studium als auch Forschungsaktivitäten, die mit der Entwicklung der Wirtschaft Schritt halten.

Deutliche Indikatoren für diesen Austausch und Transfer aber gleichzeitig auch für die Attraktivität des dualen Studiums sind die Firmen sowie öffentlichen und sozialen Einrichtungen, die in einer starken Partnerschaft mit der DHBW gemeinsam ihre Nachwuchskräfte entwickeln. Allein am Standort Mannheim bieten rund 2.000 Unternehmen Studienplätze in den Bereichen Technik und Wirtschaft an. So pendeln sich die aktuellen Kennzahlen zum Beginn des Studienjahrs 2017/18 an der DHBW Mannheim erneut - lediglich mit leichten Schwankungen - auf dem konstant hohen Niveau der Vorjahre ein. Die sehr hohen Erstsemester-, Studierenden- und Absolventenzahlen sind Ausdruck der wichtigen Rolle der Dualen Hochschule bei der Nachwuchskräftesicherung der deutschen Wirtschaft. Keine andere Hochschule schafft es so reibungslos und effizient, Studierende in die Wirtschaft zu integrieren. Der regelmäßige Wechsel zwischen Theoriephasen an der Hochschule und Praxisphasen in einem der bundesweit ansässigen dualen Partnerunternehmen der DHBW Mannheim stellt sicher, dass Studierende bereits wertvolle Berufs- und Praxiserfahrungen sammeln bevor sie auf dem Arbeitsmarkt ankommen. Ohne den gefürchteten Praxisschock und ohne nennenswerte Einarbeitungs- oder Trainee-Zeiten gelingt der Übergang vom Studium in die Arbeitswelt. Auch für ein eventuell angestrebtes Masterprogramm sind die DHBW-Absolventinnen und Absolventen dank 210 ECTS-Punkten bestens gerüstet. Erst vor wenigen Tagen haben 432 Studierende am Center für Advanced Studies (CAS) der DHBW ein berufsintegrierendes Master-Studium aufgenommen.

 

ENTWICKLUNG DER DHBW MANNHEIM

Konsolidierung der Studierendenzahlen auf hohem Niveau

2.230 Erstsemester (zzgl. 67 Incoming-Austauschstudierende) haben am 1. Oktober in einer der insgesamt 42 Studienrichtungen der Fakultäten Wirtschaft und Technik ihr Studium in Kooperation mit einem der rund 2.000 Dualen Partnern aufgenommen. 1.820 Absolventinnen und Absolventen schlossen das Studium Ende September erfolgreich mit dem Bachelor ab. Folglich ergibt sich eine Gesamtzahl der Studierenden von 6.284 einschl. der Incomings, verteilt auf 4.288 Studierende an der Fakultät Wirtschaft und 1.929 Studierende an der Fakultät Technik (zzgl. 67 Incomings). Betrachtet man die beiden Fakultäten getrennt, so zeigt sich bei den Erstsemestern folgende Verteilung: Fakultät Wirtschaft 1.531 Erstsemester, Fakultät Technik 699 Erstsemester; zzgl. der Incomings.

In fast allen Studiengängen und mit nur wenig signifikanten Verschiebungen zwischen den Studienrichtungen konnte an die Erstsemesterzahlen des Vorjahres nahezu angeknüpft werden. Leichte Zuwächse sind im Studiengang „BWL“ in den Studienrichtungen „Immobilienwirtschaft“, „Öffentliche Wirtschaft“, „Spedition, Transport und Logistik“, im Studiengang „Rechnungswesen, Steuern, Wirtschaftsrecht“ im Studiengang „Wirtschaftsinformatik“ und im Studiengang „Wirtschaftsingenieurwesen“ zu verzeichnen, wohingegen sich die Zahl der Erstsemester in den übrigen Studienrichtungen um das Vorjahresniveau bewegt.

Mit Blick auf den anhaltenden Ingenieurmangel und den kontinuierlich wachsenden Bedarf an Ingenieuren und Informatikern in Deutschland ist es allerdings bedauerlich, dass auf dem Gebiet der Technik nicht alle von den Unternehmen angebotenen Studienplätze (ca. zehn Prozent Vakanz in den Bereichen Elektrotechnik und Maschinenbau) besetzt werden konnten. Dies korreliert nach wie vor ganz klar mit mangelndem Interesse an technischen Studiengängen, schwächeren Leistungen in den MINT-Fächern und nicht ausreichenden Einstiegskompetenzen auf Bewerberseite. Bei Schülerinnen und Schülern häufig zu beobachten ist außerdem ein fehlendes Selbstvertrauen, ein technisches Studium schaffen zu können. Dabei suchen Unternehmen dringend junge Menschen, die sich mit technischem Interesse und einer interdisziplinären Denkweise den Zukunftsfeldern der Wirtschaft stellen wollen. „Für Hochschulen und Unternehmen ist es eine der größten Herausforderung, Nachwuchsfachkräfte für Techniken und Problemstellungen zu entwickeln, die wir heute noch gar nicht kennen“, erklärt Prof. Dr. Andreas Föhrenbach, Prorektor und Dekan Fakultät Technik an der DHBW Mannheim. „Technische Entwicklungsprozesse vollziehen sich immer schneller und branchenspezifischer. Es ist also wichtig, im Studium eine gute Grundlagenbasis zu schaffen und die angehenden Ingenieure und Informatiker für die Herangehensweise an neue Themenfelder zu sensibilisieren“, so Föhrenbach weiter. Um junge Menschen für Technik, Informatik sowie Wirtschaftsinformatik zu begeistern und Unterstützung beim Überwinden der vermeintlich größten Hürde der Mathematik zu geben, engagiert sich die DHBW Mannheim auf verschiedenen Ebenen. Zu nennen sind hierbei unter anderem die Digital Summer School, DHBW4Kids, die Teilnahme an verschiedenen Aktionstagen wie zum Beispiel der MakerFaire oder auch dem Projekttag „Meet and Code“ am kommenden Sonntag im Technoseum Mannheim und insbesondere die nachhaltigen Projekte MathX3 sowie die Mathematikvorbereitungskurse.

Besonderes Merkmal der Erstsemester bleiben die überwiegend guten bis sehr guten Noten. Ähnlich wie im Vorjahr bringen knapp über 70 Prozent der Studienanfänger Hochschulzugangsberechtigungsnoten zwischen 1,0 und 2,5 mit und damit eine ideale Basis für das Studium.

Stolz ist die Duale Hochschule auch auf ihren Abschlussjahrgang mit 1.820 erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen (1.279 Betriebswirte und Wirtschaftsinformatiker sowie 541 Ingenieure und Informatiker). „Die Zahl der Absolventinnen und Absolventen, die wir nach drei Jahren verabschieden und in die Berufswelt entlassen, stimmt mich immer etwas emotional, ist aber auch Grund für große Freude“, betont Prof. Dr. Georg Nagler, Rektor der DHBW Mannheim. „Einerseits demonstriert diese sehr hohe Zahl den Erfolg der Studierenden, andererseits ist sie Ausdruck einer hervorragend gelungenen Qualifizierung der jungen Menschen. Und schließlich bedeutet sie auch ein Stück Zukunft! Denn die Absolventinnen und Absolventen von heute sind die Generation von morgen, die die gesellschaftlichen Herausforderungen managen wird. Und so freuen wir uns und sind stolz, dass wir 1.820 junge Menschen, die über eine optimale Kombination aus fundiertem Grundlagen- und Fachwissen, umfangreichen Sozialkompetenzen und vielfältigen Praxiserfahrungen verfügen, gut gerüstet mit sehr guten Perspektiven in ihre berufliche Zukunft entlassen“, so Nagler weiter. „In der Regel haben sie zum jetzigen Zeitpunkt schon eine Arbeitsstelle angetreten oder ein weiterführendes Studium begonnen.“ Über 80 Prozent der Absolventinnen und Absolventen sind bereits in der Wirtschaft angekommen, rund zwölf Prozent studieren weiter.

„Ein großes Kompliment gilt daher unbedingt unseren Dualen Partnern“, bekräftigt Prof. Dr. Jörg Baumgart, Prorektor und Dekan der Fakultät Wirtschaft. „Nur in einer starken und auf Augenhöhe gelebten Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Dualer Hochschule ist es möglich, solche Erfolge zu erzielen“, betont er. Die hohe Zahl der Absolventinnen und Absolventen sei das Ergebnis eines perfekten Zusammenspiels aller Partner im System Duale Hochschule und der Qualität der Lehre. Das zeige sich nicht nur in den Praxisphasen, sondern finde auch Ausdruck in aktiver Gremienarbeit und insbesondere in der Lehrtätigkeit der rund 1.700 besonders qualifizierten Experten aus den Unternehmen, die täglich den Theorie-Praxistransfer sicherstellen und wertvolle Erfahrungen in das Studium einbringen.

 

PROFILSCHÄRFUNG

Neue Studienangebote

Die Nähe zur Wirtschaft und der verantwortungsbewusste Dialog mit den Dualen Partnern stellen sicher, dass sich das Studienangebot an der DHBW Mannheim mit den Veränderungen der Wirtschaft weiterentwickelt und darüber hinaus auch die gesellschaftlichen Auswirkungen des demographischen Wandels und der Globalisierung im Fokus hat. Die Anpassung des bestehenden Studienrichtungs-portfolios an den Fakultäten Wirtschaft und Technik an die sich wandelnden Anforderungen der modernen Industriegesellschaft ist damit ein fortwährender Prozess. Nach der erfolgreichen Einführung des neuen Studiengangs Chemische Technik, der in diesem Jahr erfreulich mit 14 Studierenden starten konnte, konzentrieren sich die derzeitigen Planungen auf den Bereich Informatik. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen von Digitalisierung, Industrie 4.0 und Big Data eine konsequente Reaktion, um dem wachsenden Bedarf an Fach- und Führungskräften Rechnung zu tragen. So starten zum Studienjahr 2018 mit Data Science, E-Health und E-Government gleich drei neue Studienrichtungen im Studiengang Wirtschaftsinformatik.

 

Data Science

Zukünftig wird Data Science, also die Extraktion von Wissen aus Daten, eine zentrale Stellung zur Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen einnehmen. Die datenzentrische Sicht steht folglich im Mittelpunkt des Studienangebots und greift den Paradigmenwechsel in der Informatik auf, bei dem Daten die Geschäftsgrundlage vieler Firmen darstellen werden. Die Zielsetzung ist es dabei, aus großen Datenmengen (Big Data) Informationen zu generieren und Handlungsempfehlungen für das Unternehmen abzuleiten. Dabei sind sowohl informatische als auch betriebswirtschaftliche Aspekte unabdingbar, um einerseits die technische Machbarkeit bewerten zu können und andererseits ökonomisch nachhaltige Lösungen zu entwerfen.

Absolventinnen und Absolventen dieser Studienrichtung werden in allen Unternehmen, die vom Wandel der Digitalisierung profitieren wollen, nachgefragt. Dazu zählen vor allem solche Unternehmen, die in Zukunftstechnologien wie Internet der Dinge, vernetztes Automobil, Industrie 4.0, Medizintechnologie etc. innovative Lösungen entwickeln.

Bereits heute, ein Jahr vor dem geplanten Beginn, ist die Nachfrage nach Studienplätzen in der Studienrichtung Data Science des Studiengangs Wirtschaftsinformatik schon sehr hoch. Die Studierenden werden speziell für technologische und betriebswirtschaftliche Herausforderungen ausgebildet, um den gesellschaftlichen Wandel der Digitalisierung unternehmerisch gestalten und begleiten zu können.

E-Health

Längst steckt auch der Gesundheitssektor mitten im digitalen Wandel. Die fortschreitende Vernetzung eröffnet neue Chancen sowohl für das Patientenwohl als auch für eine höhere Effizienz im System. Vor allem die strukturierte Integration von Patientendaten mit den zugehörigen Prozessen stellt derzeit eine der größten Herausforderungen im Gesundheitssektor dar.

An dieser Stelle setzt die neue Studienrichtung E-Health des Studiengangs Wirtschaftsinformatik an. Das neue Studienangebot kombiniert umfassende theoretische mit praxisorientierten Studieninhalten auf den Gebieten Gesundheitswirtschaft, Informationstechnologie, Informationsmanagement im Gesundheitswesen sowie den verantwortungsvollen Umgang mit Daten und bildet die Basis für die Vermittlung zentraler Schlüsselkompetenzen.

E-Government

Schließlich verändern die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung nicht nur die Art und Weise wie wir leben und arbeiten, sondern auch den Staat und die öffentliche Verwaltung. Diese Entwicklung eröffnet derzeit vielfältige neue Perspektiven – zum Beispiel beim Aufbau neuer Serviceangebote für Bürger und Unternehmen (Portale), aber auch bei der Erschließung von Effizienz- und Gestaltungspotenzialen auf der Basis einer umfassenden Vernetzung über Verwaltungs-, Ressort- und Ländergrenzen hinweg. Genau hier setzt die neue Studienrichtung E-Government des Studiengangs Wirtschaftsinformatik an und bildet Studierende für anspruchsvolle verwaltungswirtschaftliche und informationstechnische Aufgabenstellungen im öffentlichen Sektor aus. Die fachbezogenen Kompetenzbereiche liegen auf den Gebieten der Verwaltungswirtschaft, Informationstechnologie, den Verwaltungsprozessen im Öffentlichen Sektor sowie auch hier im verantwortungsvollen Umgang mit sensiblen Daten.

 

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Seit Hochschulwerdung leistet die DHBW aus ihrem Selbstverständnis heraus einen Beitrag zu Forschung, Innovation und Transfer. Durch die enge Verbindung mit den dualen Partnerunternehmen und in Abgrenzung zu anderen Forschungsakteuren konzentriert sich die DHBW Mannheim dabei auf anwendungsorientierte kooperative Projekte. Neben der projektbezogenen kooperativen Forschung mit ihren dualen Partnerunternehmen beteiligt sich die DHBW Mannheim außerdem an Forschungsprojekten mit anderen Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Somit wird einerseits für die kooperierenden Unternehmen sichergestellt, dass neueste Erkenntnisse aus der Anwendungsforschung mit Hilfe der DHBW in anwendungsorientierte Innovationen wie auch in die Lehre einfließen. Andererseits resultierten aus der Nähe der DHBW zu ihren Dualen Partnern Vorteile wie Praxisnähe, Netzwerk-Optionen sowie ein kooperativer Wissensaufbau und -transfer.

Laufende Forschungsprojekte an der DHBW Mannheim bewegen sich unter anderem auf den Gebieten der Lern- und Lehrprozesse, der Industrie 4.0, der elektrochemischen Reinigung von Wasserstoff und der Brennstoffzellentechnologie sowie im Rahmen der Entwicklung einer Community für Gründergeist und Unternehmensqualifizierung an der DHBW (DHpreneur).

Ein herausragendes Beispiel aus 2017, bei dem die DHBW mit ihrem anwendungsorientierten Forschungsansatz punkten kann, ist das erste in Mannheim vom Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand des deutschen Wirtschaftsministeriums (ZIM) geförderte Projekt zur Optimierung von Proton Exchange Membrane (PEM)-Brennstoffzellen durch additiv gefertigte Gasdiffusionsschichten: In einer studiengangsübergreifenden Zusammenarbeit zwischen den Studiengängen Maschinenbau und Mechatronik wird ein Konzept zur Optimierung der Gasdiffusionsschicht der PEM-Brennstoffzelle entwickelt. Kernpunkt ist hierbei, die Gasdiffusionsschicht gezielt als poröses Metall, ähnlich einem Schwamm, zu designen und im sogenannten Micro-3D-Druck herzustellen. Als kooperativer Projektpartner zur Herstellung der 3D-Microstrukturen konnte die Firma 3D MicroPrint GmbH in Chemnitz gewonnen werden, die 3D-Drucker für das Lasersintern von Metallpulvern entwickelt und produziert. Der Fokus liegt auf dem Micro-3D-Druck, wobei Strukturen mit Wandstärken kleiner als 30 µm hergestellt werden können. An der DHBW Mannheim erfolgen im Rahmen des Projekts die Berechnung optimierter Gasdiffusionsschichten durch numerische Simulationen und die Tests der modifizierten Brennstoffzellen. Gefördert wird das gemeinsame Projekt zwischen der DHBW Mannheim und der 3D MicroPrint GmbH über zwei Jahre durch das ZIM, ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), das besonders auf mittelständische Unternehmen ausgerichtet ist. Das größte Hemmnis für Innovationsprojekte bei KMU ist der Mangel an finanziellen Ressourcen. Das Förderprogramm will hier Abhilfe schaffen, indem mit der Förderung Aktivitäten zur Steigerung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit angestoßen werden sollen. Generelles Ziel der Projektförderungen in ZIM ist die Markteinführung eines innovativen Produkts, einer technischen Dienstleistung oder eines verbesserten Produktionsverfahrens. Die im Projekt geplante Optimierung von PEM-Brennstoffzellen durch additive Fertigung einzelner Komponenten besitzt ein sehr hohes Innovationspotential, so dass mit Beginn des Projekts eine Patentanmeldung geprüft wird.

 

Neue Vortragsreihe Colloquium Duale,
Fach- und Forschungstage fördern den Dialog

Um den Forschungsdialog nicht nur innerhalb des Kollegiums anzuregen, sondern entsprechend einem Transferformat im Sinne der Third Mission aktuelle Forschungsthemen auch in die Öffentlichkeit zu tragen, um mit den Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog zu treten, wurde 2017 die Vortrags-Reihe Colloquium Duale an der DHBW Mannheim neu geschaffen. So stellte beispielsweise Mitte Oktober Dr. René van Doorn die Technologie eines PHEV-(plug-in Hybrid) Brennstoffzellen Fahrzeugs vor.

 

Außerdem ist die Einführung eines DHBW-weiten Fachtages geplant, der zukünftig einmal jährlich zu einem bestimmten Themengebiet angeboten werden soll. Der erste Fachtag am 1. Februar 2018 widmet sich dem Thema „Digitale Transformation“ und wird von der Studienakademie Heidenheim ausgerichtet. Für den Spätsommer ist der nächste DHBW Forschungstag in Vorbereitung, der nachhaltig in die Forschungs- und Transferstrategie einwirken soll.

 

DHpreneur

„Nicht nur Lehre und Forschung sind wichtige Aufgaben für die Hochschule, sondern auch der Gründergeist, das Gründen und der Transfer in die gesellschaftliche und wirtschaftliche Praxis,“ beschreibt die Wissenschaftsministerin Theresia Bauer den Zweck des Projekts DHpreneur an der DHBW. Das Gemeinschaftsprojekt der beiden Studienakademien Karlsruhe und Mannheim zur Förderung von Gründungskultur an der DHBW spricht damit Studierende, Lehrende und Wirtschaftsunternehmen an, sich Freiräume und Strukturen für Innovationen zu schaffen. In diesem Kontext ist ganz deutlich zu betonen, dass Gründungskultur insbesondere für Innovationsfreudigkeit steht. Die Förderung von Gründungskultur bedeutet also nicht, dass jeder Unternehmerin oder Unternehmer werden sollte – sondern dass Energien freigesetzt werden, um gemeinsam mit den Dualen Partnern neue Strategien und perspektivisch auch ein Bewusstsein für Binnengründungen zu schaffen, wie sie von großen Konzernen im Land bereits gelebt wird.

Mit Veranstaltungen und Onlineangeboten ist das Projektteam um Prof. Dr. Tobias Günther (DHBW Mannheim) und Prof. Dr. Armin Pfannenschwarz (DHBW Karlsruhe) seit Frühjahr 2017 sehr aktiv. Allein zur Auftaktveranstaltung, dem Gründergeistevent an der DHBW Karlsruhe, hatten sich landesweit rund 500 Teilnehmer angemeldet, um rund 20 Workshops, die Diskussionsrunde „StartUp Stories“ des MWK und die Startup-Messe zu besuchen. Highlights waren hier vor allem die Mannheimer Stände mit Gründungen von Absolventen (AkkuMat) und Projekte von Studierenden (Roboterfußball Tigers und die Flying Pictures).

Damit Gründungskultur nicht nur ein Begriff aus Vortragsreihen bleibt, sondern erlebbar wird, setzt DHpreneur auch weiterhin auf ungewöhnlichere Formate. In Kooperation mit dem Gründungszentrum MAFINEX in Mannheim werden beispielsweise LAN-Partys veranstaltet, bei denen Studierende fast schon beiläufig mit der Kultur des Technologiezentrums konfrontiert werden und so niederschwellig in den Austausch mit Gründerinnen und Gründern. Um Studierende zu ermutigen, ihre Ideen weiterzuverfolgen, werden Veranstaltungen zu Zukunftstechnologien angeboten, auf deren Basis sich neue Geschäftsideen entwickeln lassen können. Der Workshop „3D-Drucke deine Stadt" im Mannheim Centre for Entrepreneurship bot so beispielsweise die Grundlage für Geschäftsideen auf Basis neuer Technologien.

Die übliche Währung bei DHpreneur-Aktivitäten sind Ideen. Ob „Drinks for Ideas“ beim Gründergeistevent oder der Ausschreibung von Tickets für die Bustour des Kurpfalz Business-Briefings durch die Startup-Region Rhein-Neckar – es sind die kleinen, vielleicht auch völlig verrückten Geschäftsideen, die ein Innovationsland ausmachen. Gefördert wird das Projekt vom MWK aus dem Fond Erfolgreich Studieren in Baden-Württemberg – FESt-BW Programmlinie „Gründungskultur in Studium und Lehre (GuStL)“.

 

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart ist die erste duale, praxisintegrierende Hochschule in Deutschland. Gegründet am 1. März 2009 basiert sie auf dem seit über 40 Jahren erfolgreichen dualen Studienkonzept der baden-württembergischen Berufsakademie. Mit derzeit über 34.000 Studierenden, über 9.000 kooperierenden Unternehmen und sozialen Einrichtungen sowie über 160.000 Absolventinnen und Absolventen ist die Duale Hochschule Baden-Württemberg die größte Hochschule des Landes. In Anlehnung an das US-amerikanische State University-Modell verfügt die Duale Hochschule Baden-Württemberg über eine Organisationsstruktur auf zentraler und örtlicher Ebene. Dabei bilden die neun Standorte und drei Campus in Heidenheim, Heilbronn, Karlsruhe, Lörrach, Mannheim, Mosbach, Stuttgart, Ravensburg und Villingen-Schwenningen bzw. Bad Mergentheim, Friedrichshafen und Horb mit ihren Kompetenzen und ihrer engen Vernetzung mit den regionalen Unternehmen und sozialen Einrichtungen die tragenden Säulen der DHBW.

6.300 STUDIERENDE
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