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05.12.2017

DHBW Mannheim siegt beim ChemCar-Wettbewerb 2017

Einige Teammitglieder mit ihrem ChemCar: Alexandra Weber (Betreuerin) mit den Studierenden Hanna Feldmann, Patrik Molitor und Fabian Wagner (Teamkapitän)

Maschinenbau Studierende gewinnen den begehrten Pokal vor den Teams aus dem Iran und Aachen

Im Zeitalter versiegender Ressourcen ist Umdenken gefragt. Auf den Gebieten Antrieb und Mobilität sind Ingenieure auf der Suche nach nachhaltigen und umweltschonenden Zukunftstechnologien, die den Fortschritt sichern. Können hier auch chemische Prozesse einen Beitrag leisten? Eine interessante Fragestellung. Einen Ansatz hierfür könnte der seit dem Jahr 2006 stattfindende ChemCars-Wettbewerb sein, bei dem Modellfahrzeuge konstruiert werden, die allein durch eine oder mehrere (bio-)chemische Reaktionen angetrieben werden. In diesem Jahr hatte das studentische Team „ZERO“ der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mannheim die Nase buchstäblich vorn und gewann Ende November den ersten Preis beim durch die kreativen jungen Verfahrensingenieure (kjVI), den Verein Deutscher Ingenieure Gesellschaft für Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (VDI-GVC) und der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. (DECHEMA) organisierten Wettbewerb.  

Ziel des Wettbewerbs ist es, ein mit einer chemischen Reaktion betriebenes Modellfahrzeug zu konstruieren, das allein durch das Auslaufen der Reaktion zum Stillstand kommt. Hierbei ist nicht die Geschwindigkeit ausschlaggebend, sondern die Präzision, da eine bis zum Wettbewerb unbekannte Strecke zwischen acht und 17 Metern mit einem unbekannten Zusatzgewicht möglichst genau anzufahren ist. Neben dem Rennen werden auch Punkte für die Posterpräsentation und das Sicherheitskonzept des ChemCars vergeben. Hier sind innovative Konzepte gefragt. Das Team der DHBW Mannheim schloss von den neun teilnehmenden Hochschulen das Rennen und die Gesamtbewertung am besten ab. Der zweite Platz ging an das Team der Azad University Najafabad Branch aus Isfahan, Iran und der dritte Platz an die RWTH Aachen.  

Die sieben Studierenden des Studiengangs Maschinenbau-Verfahrenstechnik und Konstruktion des Teams „Zero“ der DHBW Mannheim setzten bei ihrem Fahrzeug auf die katalytische Zersetzung von Wasserstoffperoxid zu Wasser und Sauerstoff, um einen stetigen Sauerstoffstrom zu erzeugen. Diese gut kontrollierbare Reaktion war die optimale Voraussetzung, um einen Radialkolbenmotor pneumatisch anzutreiben. Der Motor wurde mit möglichst wenig technischen Zusatzkomponenten ausgestattet, so dass eine direkte Drehmomentübertragung auf die Antriebswelle so reibungs- und verlustfrei wie möglich stattfinden konnte. Der Rahmen des ChemCars besteht aus Profilstangen, die Räder wurden mittels 3D-Druck hergestellt.  

Neben Technik, Chemie und Sicherheit mussten die Studierenden auch das Budget im Blick behalten. Auch spielte Ausdauer und das Training eine große Rolle. Unter der Schirmherrschaft von Prof. Arndt-Erik Schael und der fachlichen Betreuung durch Alexandra Weber wurde das ChemCar in einem Zeitraum von über einem Jahr erdacht, konstruiert und zusammengebaut, wobei immer die Sicherheit im Auge behalten werden musste. Für den Bau erhielten die Studierenden außerdem wertvolle Hinweise vom Werkstattmeister Dietmar Vogt. Es folgten Fahrversuche in der Verfahrenstechnikhalle der DHBW Mannheim und während der Praxisphase der Studierenden weitere tageweise Testläufe in einer Werkshalle in Unterschleißheim. Die Arbeit und die vielen Testläufe haben sich gelohnt. Das ChemCar der DHBW fuhr am präzisesten zur Ziellinie und gewann damit mit deutlichem Punkteabstand zu den anderen Teams.

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