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15.02.2017

Drei Studierende bezwingen Quadzilla: studiengangsübergreifendes Studienprojekt eQuad

Quadzilla bezwingen! – Im übertragenen Sinn, war das die Aufgabenstellung, die Prof. Dr. Volker Schulz, Prodekan der Fakultät Technik, für ein Studienprojekt stellte. Er beauftragte drei Studierende aus den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik damit, ein Quad des Typs Kymco 50ccm von seinem Verbrennungsmotor auf einen elektronischen Antrieb umzustellen. Darüber hinaus sollte das konstruierte E-Quad für den Straßenbetrieb zugelassen werden. Jonas Schmitt, Marco Brechenser und Justin Kollautz nahmen die Herausforderung an und meisterten sie. Sie tauften ihr Studienprojekt: Quadzilla.

Normalerweise wenden Studierende der Fakultät Technik für ihre Studienarbeit eine Stunde pro Woche auf – manchmal darf es aber auch etwas mehr sein: Jonas Schmitt und Marco Brechenser, beide Elektrotechnik Fachrichtung Automation, sowie Justin Kollautz, Studiengang Maschinenbau, sind die engagierten Studierenden, die Lust auf das Projekt eQuad hatten. „Die Tüftelei am Fahrzeug hat Spaß versprochen“, so die Drei über ihre Entscheidung. „Und das jetzige Ergebnis übertrumpft den Mehraufwand.“ Dass die Studierenden mit Spaß bei der Sache waren, bemerkte auch Professor Schulz: „Die Studierenden arbeiteten wirklich sehr selbständig. Das Team hat gut harmoniert und die studiengangsübergreifende Zusammenarbeit lief Hand in Hand.“ So macht das Projekt eQuad das duale Studium noch praxisnäher; schließlich arbeiten in Unternehmen auch Kollegen aus unterschiedlichen Fachrichtungen als Team.

Was die drei Studierenden geleistet haben, haben sie in ihrem Blog festgehalten. Sie berichten darin von ihren einzelnen Arbeitsschritten und zeigen bebildert wie sich das Quad verändert hat. „Es gab verschiedene Herausforderungen: Wir mussten immer wieder Kompromisse untereinander finden und weil wir auf manche Teile über einen Monat warten mussten, kam der Projektabschluss in Bedrängnis“, so Brechenser. Außerdem übernahmen Brechenser, Schmitt und Kollautz jeden Handgriff am Quad selbst – Professor Schulz unterstützte zusammen mit dem Lehrbeauftragten Andreas Grabitz während des Projekts nur beratend.

Damit die drei Studierenden ihre Studienarbeit realisieren konnte, brauchte es aber auch einen finanziellen Anschub. Einerseits förderte die ÖVA-Stiftung für Wissenschafts- und Kulturförderung an der DHBW Mannheim sowie das DIZ e.V. das Vorhaben finanziell. Andererseits modifizierte Professor Schulz die Rahmenbedingungen der Aufgabe, sodass sie innerhalb von drei Monaten bearbeitet werden konnte. „Normalerweise gehört die Ausarbeitung eines Konzepts und die komplette Bauteilbestellung zum Arbeitsauftrag der Studierenden“, erklärt Professor Schulz. „Im Fall eQuad hätte das den Aufgabenrahmen gesprengt, weil bereits die Umsetzung sehr komplex war.“ So hat Professor Schulz vorab das Konzept mit externen Experten ausgearbeitet und alle initial notwendigen Teile bestellt.

An diesem Punkt starteten die Studierenden mit Ihrer Arbeit. Mittlerweile ist das E-Quad fertig und wartet momentan auf die Abnahme vom TÜV. Am 18. März 2017 ist Quadzilla während des Studieninformationstages der DHBW Mannheim auf dem Campus Coblitzallee zu sehen. Danach wird sich das E-Quad zusammen mit dem Prodekan voraussichtlich auf den Weg zur Hannover Messe machen. Professor Schulz plant aber bereits weiter: „Wir haben hier eines der ersten E-Quads gebaut. So etwas gibt es auf dem Markt praktisch noch nicht. Allerdings ist die Reichweite noch zu gering, um es als Arbeitsmittel in der Land- oder Forstwirtschaft einzusetzen“. Im Herbst soll daher in einer Studienarbeit ein E-Quad mit größerer Reichweite konzipiert werden – dann mit einer Brennstoffzelle zur Reichweitenerweiterung.

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