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01.08.2017

Elektromobilität ... es tut sich was. - DHBW Mannheim als Motor einer zukunftsweisenden Technologie

„Mercedes steigt bei DTM aus.... und bei der Formular E ein“. Eine Schlagzeile, die zunächst vielleicht nur bei den autorennsportbegeisterten Fans für große Aufregung sorgt, aber dennoch auch deutliches Zeichen einer sich wandelnden Branche und Gesellschaft ist. England und Frankreich bereiten Gesetze zum Verbot von Verbrennungsmotoren auf den Straßen vor. Langfristig soll der Straßenverkehr unabhängig von der Ressource Öl werden. Um weiterhin technischer Marktführer zu bleiben, ist für die Automobilbranche die Entwicklung von effizienten alternativen Antriebsformen eine der größten Herausforderungen der Zukunft. Die großen Automobilhersteller erhöhen unbemerkt oder lautstark ihre Entwicklungskompetenzen im Bereich Elektromobilität. Die Zukunft hat längst begonnen!

Forschung, Technologietransfer und Nachwuchssicherung in den Feldern Elektroantrieb, Batterietechnologie, Steuerungstechnik, Infrastruktur und Mobilitätskonzepte sind Kernthemen der Unternehmen zur Bewältigung der Elektromobilitäts-Wende.

Themen, die auch an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mannheim bereits eine zentrale Rolle spielen und schon längst Bestandteil der Studien- und Ausbildungspläne des praxisnahen dualen Studiums sind. Technologietransfer, Netzwerke, Forschungskooperationen sowie eine umfangreiche Labor- und Forschungsinfrastruktur ergänzen das umfassende Angebot der DHBW Mannheim als Ausbildungs- und Forschungspartner der Wirtschaft zur Elektromobilität.

Formula Student Electric

Eindrucksvolles Beispiel aus der Lehre, wie man innovative Technologien, Forschergeist und Elektromobilität zusammenbringen kann, ist das interdisziplinäre Studienprojekt CURE (Cooperative University Racecar Engineering). Entstanden aus einer Machbarkeitsstudie des Studiengangs Projekt Engineering, besteht das studentische CURE-Team heute aus 60 Studierenden aus verschiedenen Studienrichtungen vom Maschinenbau, Mechatronik und Elektrotechnik bis hin zu BWL, Digitale Medien und Wirtschaftsinformatik. Unter dem Motto „Zeit, die Träume aus der Schublade zu nehmen“ arbeiteten sie in den letzten Monaten intensiv an dem Ziel, sich in diesem Jahr für die Formula Student Electric zu qualifizieren und mit einem selbst konstruierten E-Rennwagen an den Start zu gehen. Zur Qualifizierung reicht aber nicht nur ein schnittiger Rennwagen und die Performance, sondern auch Konstruktion, Technik und Finanzplanung müssen stimmen. Doch das Etappenziel ist geschafft! Erst vor wenigen Tagen kam das Team reich an Erfahrung und angespornt für weitere Rennen von der Formula Electric Italy zurück. Ernst Hirzel, der seit Jahren als Dozent das CURE-Projekt begleitet, betont ausdrücklich: „Die Formula Electric Italy hat nicht nur eindrucksvoll gezeigt, zu welchen Höchstleistungen studentische Teams unterschiedlicher Nationen fähig sind, sondern auch wie attraktiv der Elektroantrieb ist und in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen wird. Alle Teams - CURE eingeschlossen – leisten hier Schrittmacherdienste für die Mobilität der Zukunft, die leiser aber dafür effizienter sein wird.“

Studienangebote zur Elektromobilität

CURE ist jedoch längst nicht der einzige Berührungspunkt zu den neuen Technologien an der Dualen Hochschule. Eine ganze Studienrichtung Elektromobilität im Studiengang Mechatronik ist darauf ausgerichtet Ingenieure auszubilden, die zukünftig Mobilität emissionsfrei entwickeln können. Auf Basis der Inhalte aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Betriebswirtschaftslehre und Informationstechnik werden Nachwuchskräfte ausgebildet, die mit den Zukunftstechnologien alternativer Antriebe vertraut sind, veränderte Anforderungen erkennen, bewerten und in technische Prozesse umsetzen können. Die „Elektromobilisten“ können interdisziplinär denken und haben ein Verständnis zur Weiterentwicklungen von Schlüsseltechnologien und Innovationen. Im Vordergrund der Studienrichtung Elektromobilität stehen die Entwicklung von Komponenten und deren Integration zu Sub- und Gesamtsystemen von elektrischen Antrieben sowie die Versorgung mit Energie. Zahlreiche Studienprojekte, wie z.B. die Umstellung eines Quads vom herkömmlichen Verbrennungsmotor auf Elektroantrieb, und Bachelor-Arbeiten in allen technischen Studienrichtungen beschäftigen sich außerdem schon heute mit sehr praxisorientierten Fragestellungen zu Speicher- und Antriebstechnologien.

Technologietransfer und Forschung

Darüber hinaus ist die DHBW Mannheim im Rahmen ihrer kooperativen Forschung auf den Gebieten Mobilität und Energieerzeugung aktiv. Das seit Jahren etablierte Kompetenzzentrum Nachhaltige Energiesysteme fügt das Thema Elektromobilität in den erforderlichen Gesamtzusammenhang von Energieerzeugung, Speicherung, Energiemanagement, Leittechnik und Energietransformation ein.

Das Forschungscluster Elektrochemie (ELCH) beschäftigt sich an der DHBW Mannheim mit Energiewandlungs- und -speicherprozessen in Batterien und Brennstoffzellen. Schwerpunkt der Forschung in Bezug zur Nachhaltigen Mobilität ist die technische Optimierung von Polymermembran-Brennstoffzellen. Dies schließt auch Untersuchungen zur Wasserstoffinfrastruktur für Brennstoffzellenfahrzeuge (z.B. Wasserstoffrecycling, Power-to-Gas, Home Fueling) sowie Messung und Simulation des Alterungsverhaltens von Lithium-Ionen Batterien mit ein. Ergänzt um das Verbundprojekt MemPHys sowie einer umfangreichen Infrastruktur zur Messung und Analyse von Brennstoffzellen bietet die DHBW Mannheim in diesem Bereich ein umfangreiches Portfolio als Forschungs-, Schulungs- und Ausbildungspartner.

Prof. Dr. Föhrenbach (Dekan DHBW Mannheim): „Die Elektromobilität als Kernelement der Energiewende ist so unausweichlich wie komplex. Wir sind überzeugt, dass die deutschen Automobilhersteller und Zulieferfirmen dies erkannt haben. Die DHBW Mannheim leistet hier mit motivierten Studierenden wie im Projekt CURE, modernen Studienangeboten sowie zukunftsweisenden Forschungsprojekten ihren Beitrag, um gemeinsam mit unseren Partnerunternehmen diese Herausforderungen zu meistern und die Chancen zu nutzen.“

6.300 STUDIERENDE
41 STUDIENRICHTUNGEN
1.900 PARTNERUNTERNEHMEN

Kontakt

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Hochschulkommunikation
Tel.: (0621) 4105-1133
Fax: (0621) 4105-1509
ingrun.salzmann(at)dhbw-mannheim.de

 

Katrin Willert
Hochschulkommunikation
Tel.: (0621) 4105-1391
Fax: (0621) 4105-1509
katrin.willert(at)dhbw-mannheim.de