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26.07.2017

Erfahrungen im Reich der Mitte - DHBW-Studierende auf Studienreise in China

Studierende der DHBW an der Peking University

Die Eröffnung einer chinesischen Militär-Basis im ostafrikanischen Djibouti, der Investitionsplan für künstliche Intelligenz und die sogenannte Panda-Diplomatie sind drei aktuelle Beispiele für die rasant steigende Bedeutung Chinas als ökonomische und politische Weltmacht. Während der chinesische Präsident Xi Jinping noch zum G20-Gipfel in Deutschland weilte, waren 29 Studierende der Dualen Hochschule Baden-Württemberg bereits zum Gegenbesuch im Reich der Mitte. Im Rahmen des „China Sommer Programms“ der DHBW verbrachten die angehenden Betriebswirte, Maschinenbauer und Wirtschaftsingenieure aus Lörrach, Mannheim und Stuttgart je eine Woche in Hong Kong und Beijing.

An der Hong Kong Polytechnic University, einer Partnerhochschule der DHBW, standen zunächst Seminare und Vorlesungen zur Unternehmenskultur und Kommunikation sowie zur Entwicklung der Internet+ Industrie in China auf dem Programm. Dem dualen Prinzip entsprechend wurden diese theoretischen Impulse durch konkrete Praxiserfahrungen bei dualen Partnerunternehmen ergänzt. Die DHBW-Delegation besuchte im Bankenviertel der ehemaligen britischen Kolonie und heutigen Sonderverwaltungszone die Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young und die Logistik-Experten von DB Schenker am Flughafen. Dort wurden die Studierenden von der DHBW-Absolventin Salome Kolb begrüßt, die nach einem Auslandsemester in China direkt nach ihrem erfolgreichen Bachelor-Abschluss in BWL-Logistik in Mannheim zum Arbeiten nach Hong Kong zurückgekehrt ist.  

Laura Fuchs aus Bad Bellingen zeigte sich von der Millionenmetropole und ihren Bewohnern sehr beeindruckt. Insbesondere die überall spürbare Dynamik und die umfassende Nutzung von Smartphones sind ihr im Gedächtnis geblieben. „Die Leute machen hier wirklich alles mit dem Handy: per App ein Taxi bestellen, im Restaurant zahlen oder sogar einem Straßenmusiker ein paar Dollar spenden“, erinnert sich die 20-Jährige, die BWL-Industrie studiert und bei AUMA Riester in Müllheim arbeitet. Diese Eindrücke verstärkten sich in der zweiten Woche beim Aufenthalt in der chinesischen Hauptstadt noch mehr. Den Auftakt des dortigen Programms bildete ein Vortrag über „Made in China 2025“, das chinesische Pendant zur deutschen Industrie 4.0 Initiative. Wie dieses staatliche Förderprogramm in der Praxis aussieht, erlebten die Studierenden dann im Wissenschafts- und Technologiezentrum Zhongguancun im Nordwesten von Beijing. In unmittelbarer Nähe zur Peking und Tsinghua Universität, den beiden renommiertesten Forschungseinrichtungen des Landes, ist das „chinesische Silicon Valley“ entstanden. Inzwischen haben sich mehr als 10.000 High-Tech Unternehmen angesiedelt, die mehr als eine halbe Million Beschäftigte haben. Neben großen und global aktiven IT-Riesen sind dort auch immer mehr kleine Start-Up Unternehmen zu finden. Viele der oft noch sehr jungen Unternehmensgründer haben in den USA oder Europa studiert und sind nach China zurückgekommen. Einer von ihnen ist Yu Lei, der in Berkeley studiert und in Harvard promoviert hat und nun ein Start-Up im Bereich Augmented Reality leitet. Er hat sich für eine Rückkehr nach China entschieden, weil es dort inzwischen staatlich geförderte Inkubator-Programme gibt und noch mehr Wagnis-Kapital als in den USA eingesammelt werden kann.   Aber auch die Kehrseite des chinesischen Systems haben die Delegationsmitglieder erlebt. Als CNN über den Tod des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo berichtete, wurde das Programm unterbrochen, so dass auf dem Fernsehschirm minutenlang nur ein schwarzes Bild ohne Ton zu sehen war.  

Neben den Vorlesungen und Unternehmensbesuchen kamen auch kulturelle Ausflüge nicht zu kurz. Die Studierenden genossen die für Hong Kong typischen Dim Sum Teigtaschen zum Frühstück und in der Hauptstadt natürlich auch Peking Ente. Der Besuch der Verbotenen Stadt und ein Ausflug zur Chinesischen Mauer rundeten das Programm ab.  

"Das Kurzprogramm ist Teil des Internationalisierungskonzepts der DHBW Mannheim", erklärt der Leiter des International Office Carsten Münch. "Zwei Aspekte sind dabei wichtig: Zum einen bietet die Kürze des Programms eine enorme Flexibilität für die Studierenden, in dem ansonsten sehr gedrängten Studienverlauf. Zum anderen finden die Programme in der von den Partnerunternehmen als attraktivstem Zielort definierten Region statt", so Münch. In einer Umfrage hatten die unterschiedlichen Stakeholder der DHBW Mannheim (Duale Partner, Studierende, Dozenten) ihre Kriterien einer internationalen Hochschule dargelegt. "Basierend auf der Analyse der Ergebnisse hat das International Office dann zahlreiche Maßnahmen angestoßen, um die Internationalisierung der DHBW Mannheim voran zu bringen. Das Programm in Hong Kong und China ist dabei ein wichtiger Baustein.

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