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23.11.2016

Leonies duales Studienpuzzle

Über ein Jahr ist es nun her: Am 9. September 2015 verfasste Leonie ihren ersten Blogeintrag, bevor sie am 1. Oktober ihr Duales Studium im Studiengang International Business an der DHBW Mannheim begann. Heute hat sie das erste Jahr als duale Studentin bereits erfolgreich durchlaufen und kommt zu dem Entschluss, dass ein Duales Studium wie ein großes Puzzle ist.

Das richtige Puzzle gewählt

„International Business ist voll mein Ding! Ich war schon immer begeistert von anderen Sprachen, Kulturen und Ländern. Ich finde es einfach cool, wenn man mehrere Sprachen spricht und denke, dass es in der heutigen globalen Welt auch immer wichtiger wird. In meinem Studiengang ist es Pflicht, Spanisch zu lernen. Freiwillig kann man dann auch noch Französisch oder Chinesisch hinzunehmen. Ich habe mich in den letzten beiden Semestern an Chinesisch versucht und muss sagen, dass ich es mir schwerer vorgestellt hatte. Der Kurs war recht locker, da wir ihn ja freiwillig belegt haben und somit verlief das Lernen wirklich stressfrei und war trotzdem effektiv.

Am Studiengang ‚International Business’ gefällt mir, neben der Möglichkeit verschiedene Sprachen zu erlernen, besonders gut, dass wir Veranstaltungen wie ‚Intercultural Management’ haben. Bevor ich mich für ein Duales Studium an der DHBW entschied, habe ich lange mit dem Gedanken gespielt Psychologie zu studieren. In Vorlesungen wie ‚Intercultural Management’ spielen auch immer wieder psychologische Aspekte eine Rolle und so habe ich auch in meinem Dualen Studium ein wenig Psychologie. Die Kombination der Studienfächer von ‚International Business’ ist einfach optimal für mich!“

Puzzleteil: Praxisphase

„Meine erste Praxisphase verlief ganz entspannt. Die Arbeit hat mir Spaß gemacht und um 17 Uhr kam ich nachhause und hatte frei. „Daran könnte ich mich gewöhnen“, hab ich mir damals gedacht. Die zweite Praxisphase war dann allerdings schon aufregender. Ich habe wie zuvor bis 17 Uhr gearbeitet, musste danach jedoch noch eine Projektarbeit schreiben. Das war wirklich richtig anstrengend. Denn sich nach der Arbeit nochmal zu sammeln und zu konzentrieren ist gar nicht so leicht. Insgesamt bin ich trotzdem froh, dass ich ein Duales Studium gewählt habe. Nach jeder Theoriephase freue ich mich auf die nächste Praxisphase und umgekehrt. Mittlerweile kann ich auch schon vieles, was ich theoretisch erlernt habe praktisch anwenden. Besonders in den Bereichen Finanzbuchhaltung und Einkauf ist das der Fall. Mit internationalen Angelegenheiten hatte ich in der Praxisphase bisher jedoch wenig zu tun. Das ist aber gar nicht schlimm, da ich weiß, dass ich nach dem Studium die Möglichkeit habe über meine Firma ins Ausland zu gehen.“

Falsche Puzzleteile

„Eigentlich gab es kaum falsche Puzzleteile während meines bisherigen Studiums. Es kam immer alles so wie es angekündigt war. Bezüglich der Praxisphase haben mir die Studierenden aus den höheren Semestern immer gesagt, dass sie herausfordernd ist. Da habe ich nach den ersten drei Monaten in meinem Betrieb gedacht: die haben mir ein falsches Puzzleteil untergejubelt – denn meine erste Praxisphase war wirklich nicht so stressig. Mittlerweile weiß ich allerdings, dass sie tatsächlich nicht übertrieben haben. Denn die zweite Praxisphase war schon anspruchsvoller und mein Leben bestand zeitweise nur noch aus: arbeiten, essen, Projektarbeit schreiben, schlafen. Jetzt, wo ich diese stressige Phase jedoch überstanden habe, bin ich wirklich stolz auf mich.“

Puzzleteil: Blog

„Ich glaube schon, dass der Blog mir hilft im Studium etwas ruhiger zu bleiben. Ich muss zugeben, dass ich nicht immer sofort dazu komme einen Eintrag zu verfassen. Meistens denke ich alle zwei oder drei Wochen darüber nach, was denn in der letzten Zeit so alles passiert ist. Das schreibe ich dann in Form eines Posts nieder und denke mir immer wieder: im Nachhinein war’s gar nicht so schlimm und ich hab’ viele neue Erfahrungen gesammelt.“

Als das Puzzeln mal weniger Spaß machte

„Zu Beginn des Studiums gab es überhaupt keine Tiefphasen. Sowohl die erste Theorie- als auch die erste Praxisphase haben mir total gut gefallen. Als es jedoch auf das Ende der Projektarbeit zuging hatte ich leichte Panik und dachte ich schaffe das alles nicht. Größere Bedenken hatte ich vor der nächsten Projektarbeit, weil ich wusste, was auf mich zukommt und mir sicher war, dass es bei der nächsten Projektarbeit oder gar bei der Bachelorarbeit noch viel anstrengender und stressiger werden würde. Häufig kam ich abends von der Arbeit nachhause und hatte einfach wenig Lust, mich in mein Projekt hineinzudenken, sondern wollte einfach ein bisschen entspannen. Auch während der Arbeit und am Wochenende hat man solch ein Projekt immer im Hinterkopf. Mittlerweile bin jedoch schon wieder ganz entspannt. Die Arbeit ist abgegeben und ich muss sagen, wenn man eine Ausarbeitung, an der man wirklich lange gesessen und gefeilt hat, abgibt, ist das eine wahnsinnige Erleichterung und man fühlt sich total gut.“

Das schönste Puzzleteil

„Aufregend ist es immer wieder auf die Noten zu warten. Kurz nach den Klausuren bin ich immer erst einmal froh, dass alles geschafft ist. Dann werde ich aber auch schon ungeduldig und möchte wissen wie ich abgeschnitten habe.

Das absolute Highlight meines Studiums war bisher die Europa-Exkursion, die wir mit unserem Kurs gemacht haben. Dabei konnte man Dozenten und Kommilitonen besser kennengelernt und auch mal außerhalb des Vorlesungssaals etwas Zeit miteinander verbringen. Ich hätte nicht gedacht, dass solch eine Reise so viel dazu beiträgt, sich mit dem Studiengang zu identifizieren und die Kommilitonen mehr und mehr zu Freunden werden. Genauso ist es mit dem Unternehmen – wenn man eine Weile dort arbeitet fühlt man sich schnell zugehörig“.

Aktueller Puzzlestatus

„Die nächsten Klausuren stehen in zwei Wochen an. Da bin ich natürlich gerade am Wiederholen und Vorbereiten. Ich denke allerdings, dass ich gut in der Zeit liege. Auch über die nächste Projektarbeit und vor allem die Bachelorarbeit mache ich mir Gedanken. Jetzt weiß ich ja, was bei so einer Arbeit auf mich zukommt und kann die Bedeutung besser einschätzen. Ich schreibe wirklich gerne – deswegen ja auch der Blog – aber das wissenschaftliche Schreiben ist doch etwas ganz anderes und fällt mir noch etwas schwer.“

Neues Puzzle in Sicht?

„Ich würde schon gerne einen Master machen, aber vielleicht arbeite ich auch erst einmal ein wenig. Eins ist jedoch ganz sicher: Wenn ich einen Master mache, dann muss er dual sein. Das ist einfach mein Ding. Ein reines Studium wäre mir zu theoretisch und jetzt bin ich ja auch schon an das duale System gewöhnt.“

Puzzletipps für Erstis

„Entspannt bleiben! Das ist wirklich das wichtigste. Wenn man mit dem Lernen rechtzeitig beginnt und immer am Ball bleibt, dann ist alles halb so wild. In der Praxisphase sollte man einfach offen und freundlich sein und versuchen so viel wie möglich mitzunehmen. Dann klappt alles schon ganz von allein. In der Theoriephase sollte man sich selbst nicht zu sehr unter Druck setzen. Ich glaube bei vielen ist die Panik vor einer Klausur schlimmer als die Klausur selbst. Das sollte man einfach vermeiden. Natürlich möchte das Unternehmen, welches Geld in die Ausbildung seines Studierenden investiert, dass dieser gute Leistungen bringt. Man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass viel Stress nicht unbedingt zu einer guten Leistung führt.“

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