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20.07.2017

Studierende der DHBW Mannheim entwickeln Corporate Design und Internetauftritt für Lernfabrik 4.0 - Neue Webseite jetzt online

Längst hat die Zukunft begonnen; Menschen bedienen nicht nur Maschinen, sondern sie kommunizieren mit ihnen. Die zunehmende Digitalisierung verändert die industrielle Produktion und führt zu einer sich stetig weiter entwickelnden Optimierung von Wertschöpfungsketten. - Willkommen im Zeitalter von Industrie 4.0. Eng damit verbunden ist die Frage der Ausbildung von qualifizierten Fachkräften, die mit den intelligenten digitalen Systemen umgehen können. Hier setzt das vom Landkreis Rhein-Neckar initiierte Projekt Lernfabrik 4.0 im Rahmen ihrer digitalen Bildungskampagne an. Damit das Projekt auch sichtbar wird, bei den Zielgruppen ankommt und die gewünschte Vernetzung zwischen Schulen und Unternehmen stattfinden kann, haben Studierende der Digitale Medien an der DHBW Mannheim in den letzten Monaten nicht nur ein Corporate Design und eine pfiffige Webseite entwickelt, sondern auch gleich eine Zielgruppenumfrage und professionelle Handbücher zum Umgang mit Design und Internetpräsenz erarbeitet. Mitte Juli wurde die Seite live geschaltet und die Ergebnisse an das Landratsamt und die beteiligten Schulen übergeben.

Bereits Mitte Juni wurde an der Hubert-Sternberg-Schule und der Johann-Philipp-Bronner-Schule im Zentrum beruflicher Schulen in Wiesloch und an weiteren vier Zentren beruflicher Schulen in Trägerschaft des Rhein-Neckar-Kreises die Lernfabrik 4.0 offiziell in Betrieb genommen. Es ist eine von 16 Lernfabriken in Baden-Württemberg, in der zukünftig Auszubildende in Industrieberufen wie Mechatroniker und Elektrotechniker unter modernen Anforderungen auf die vernetzte Arbeitswelt der digitalen Zukunft vorbereitet werden können. Zusätzlich haben klein- und mittelständische Unternehmen der Region die Möglichkeit, die Lernfabrik 4.0 als Demonstrations- und Weiterbildungszentrum zu nutzen. Die Lernfabrik 4.0 ist ein Labor, das im Aufbau und in der Ausstattung industriellen Automatisierungslösungen gleicht und in dem Grundlagen für anwendungsnahe Prozesse erlernt werden können. Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnologie werden dabei durch professionelle Produktionssteuerungs- und Datenauswertungssysteme verknüpft. Auf über 140 Quadratmetern ist eine komplexe und vernetzte Produktionsanlage einschl. Rohstofflager, Förderband, smarten Montagestand, 3D-Drucker, Montagepresser und Roboter entstanden

Damit das Angebot der Lernfabrik 4.0 bei den Zielgruppen ankommt und die gewünschte Vernetzung auch auf Ebene der Kommunikation einfacher stattfinden kann, haben Studierende der Digitalen Medien der DHBW Mannheim in ihrem Abschlusssemester ein komplettes Coporate Design und eine interaktive Webseite für die Lernfabrik 4.0 entwickelt. Hierbei konnten sie ihr im Studium erworbenes Wissen und die erlernten Techniken einsetzen und an einem konkreten Praxisprojekt zur Anwendung bringen. Gesteckte Ziele waren die Bekanntmachung der Lernfabrik 4.0 bei Schülern, Schulen und Unternehmen, sowie die Bereitstellung einer Informationsplattform zum Thema Industrie 4.0. Dabei wurde das Projekt von Beginn an von den Studierenden eigenständig koordiniert und beinhaltete eine umfangreiche Recherche mit Schülerbefragungen und Design Thinking-Workshop im Vorfeld, die Konzeption und schließlich die professionelle Umsetzung. Entstanden ist neben dem visuellen Erscheinungsbild und der Entwicklung eines ansprechenden Logos eine Webseite, die seit wenigen Tagen unter www.lernfabrik4null-rnk.de online ist. Hier stehen nicht nur die Lernfabrik 4.0 mit ihren vielfältigen Angeboten, die teilnehmenden Schulen und Förderer im Fokus, sondern auch das Thema Industrie 4.0 findet schon auf der Startseite mit Informationen, einem Glossar mit Fachbegriffen und Statements der Schüler Berücksichtigung. Schließlich hatte die Schülerumfrage ergeben, dass nahezu jeder Schüler ein smartphone besitzt, die Themen Digitalisierung und Industrie 4.0 aber nur wenig präsent sind. Die Programmierung der Webseite auf dem aktuellen Stand der Technik, Contentrecherche, -erstellung und -einpflege aber auch Fotoshooting direkt im Labor zur Illustration der Seiten gehörten ebenfalls zu den Aufgaben wie die Festlegung des visuellen Erscheinungsbildes, einer schlüssigen Navigation, der Berücksichtigung von Social Media Aspekten und der Erfüllung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Kommunikation zwischen allen Akteuren, Abstimmungsprozesse und finale Freigaben sowie das komplette Zeit- und Projektmanagement lag ebenfalls in der Verantwortung der 20 Studierenden. Schließlich haben sie die Seiten nicht nur textlich und optisch mit Leben gefüllt, sondern auch gleich Handbücher und kleine Videoclips zur Benutzung und Aktualisierung der Seiten erstellt und mit an das Landratsamt übergeben.

Mit großer Freude und sehr beeindruckt vom Ergebnis startete Matthias Köpfer, Amtsleiter des Amts für Schulen, Nahverkehr, Kultur und Sport des Landratsamts per symbolischem Knopfdruck eines roten Buttons am 12. Juli die Webseite. Es sei die erste Projektkooperation zwischen dem Landratsamt und der Dualen Hochschule und Neuland für sein Amt, aber es war eine sehr gute Entscheidung, betonte er mit Nachdruck und bedankte sich für die professionellen Ergebnisse. Sehr stolz auf ihre Studierenden und die geleistete Arbeit zeigten sich auch die beiden Betreuer von Seiten der DHBW Mannheim, Prof. Dr. Jürgen Redelius, Studiengangsleiter Digitale Medien und Dozent Detlev Lalla, die den Studierenden während des Projekts beratend zur Seite standen. „Es freut uns zu sehen, wie kompetent, zielgruppenfokussiert und ergebnisorientiert die Studierenden das Projekt bearbeitet haben und sehr überzeugend gezeigt haben, dass sie die Studieninhalte gelernt, verstanden und auf eine fachliche Herausforderung transferieren können. Das schließt auch zahlreiche Kompetenzen mit ein wie beispielsweise Team- und Kommunikationsfähigkeit, eigenständiges und verantwortungsvolles Arbeiten und schließlich Präsentationstechniken“, erläutert Redelius. Und auch die Studierenden ziehen eine positive Bilanz. Sie fühlen sich durch den Erfolg bestätigt und gut gerüstet für ihren Start ins Berufsleben.

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