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28.09.2018

Studierende der DHBW Mannheim und der Popakademie untersuchen Freizeitverhalten in der Region

Die Studierenden in Diskussion zum Freizeitverhalten in der Region.

Fazit: Junge Menschen in der Metropolregion Rhein-Neckar wünschen sich mehr attraktive Angebote im Nachtleben

Vor dem Hintergrund des "Clubsterbens" und dem damit einhergehenden Verlust an kultureller Vielfalt in der Metropolregion Rhein-Neckar hat der Club- und Veranstalterverband Eventkultur Rhein-Neckar e.V. Studierende der DHBW Mannheim und der Popakademie beauftragt, die Veranstaltungswirtschaft in der Region zu untersuchen. Für die angehenden Veranstaltungsmanagerinnen und -manager aus dem Studiengang BWL-Messe-, Kongress- und Eventmanagement der DHBW Mannheim eine sehr gute Gelegenheit, sich auch wissenschaftlich mit dem Thema Kultur als Standortfaktor auseinander zu setzen. Die Ergebnisse der unabhängigen Studie, die Mitte September auch auf der Reeperbahnfestival Conference 2018 in Hamburg präsentiert wurden, sind eindeutig: Feiern gehen ist neben kultureller Beschäftigung, Sport und gemütlichen Ausgehen weiterhin die vierte große Säule der Freizeitbeschäftigung. Die Zufriedenheit der Nutzer mit dem Nachtleben fällt jedoch im Vergleich zu anderen relevanten Standortfaktoren in der Metropolregion Rhein-Neckar am geringsten aus, die Unzufriedenheit ist mit 21 Prozent sogar am höchsten.

Im Rahmen des Faches "Angewandtes Projektmanagement" entwickelten Studierende des Studiengangs BWL-Messe-, Kongress- & Eventmanagement unter Leitung von Prof. Dr. Carsten Schröer im Frühjahr 2018 die "Freizeitstudie MRN 2018", die das Freizeitverhalten von Bürgern der Metropolregion zwischen 14 und 49 Jahren mit Fokus auf das Nachtleben hin untersucht. Nach der Zusammenstellung von Forschungsfragen und einem entsprechenden Fragebogen rund um die Veranstaltungswirtschaft, das individuelle Freizeitverhalten und schließlich die Zufriedenheit mit dem Nachtleben wurde im Zentrum für empirische und experimentelle BWL - kurz ZEEB an der DHBW Mannheim die computergestützte Befragung programmiert. Und dann ging es schon los in die sogenannte Feldphase, bei der die Studierenden des zweiten Semesters fast 400 Interviews Face-to-Face (CAPI) durchführten. Abschließend wurden die Ergebnisse in Reports zusammengestellt, grafisch aufgearbeitet und dem Club- und Veranstalterverband Eventkultur Rhein-Neckar e.V. präsentiert.

Eines der zentralen Ergebnisse der Befragung ist der hohe Stellenwert von Feiern gehen als sehr beliebte Freizeitbeschäftigung und eine dem gegenüberstehende hohe Unzufriedenheit mit dem aktuellen Angebot im Nachtleben in der Region. Denn neben anderen kulturellen Beschäftigungen, Sport und dem gemütlichen Ausgehen ist Feiern gehen die vierte große Säule der Freizeitbeschäftigung. Die Zufriedenheit der Nutzer mit dem Nachtleben ist jedoch im Vergleich zu anderen relevanten Standortfaktoren in der MRN am geringsten. Insgesamt wünschen sich die Bürger, vor allem die in der Altersgruppe der 20 bis 29-Jährigen, mehr attraktive Angebote für ihre Feierfreude. So liefert die "Freizeitstudie MRN 2018" für den Club- und Veranstalterverband Eventkultur Rhein-Neckar e.V., der es sich als Interessensvertretung der Musikclubs in der Region zur Aufgabe gemacht hat, dem anhaltenden Phänomen des Clubsterbens zu begegnen und fundierte Maßnahmen zum Erhalt der Clubkultur zu erarbeiten wichtige Erkenntnisse. Denn die Studie bildet hierzu die wichtigsten Zahlen ab und gibt spannende Einblicke zum Thema Kultur als Standortfaktor, die durch die Befragungen von Konsumenten, als auch durch Interviews mit Experten gewonnen wurden. Teile der Studie wurden Mitte September im Rahmen der Reeperbahnfestival Conference 2018, Europas B2B Plattform für die Musik- und digitale Kreativwirtschaft vorgestellt.

"Die Studierenden konnten bei dieser spannenden Projektarbeit nicht nur methodische Kenntnisse erlernen und an einem realen Praxisprojekt umsetzen, sondern auch einen Perspektivwechsel erfahren. Als zukünftige Veranstaltungsmanagerinnen und -manager gilt es eben nicht nur Veranstaltungen zu konzipieren, planen und professionell umzusetzen auch die Fokussierung des Angebots auf die Zielgruppen ist von zentraler Bedeutung, so Prof. Dr. Schröer.

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