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21.12.2016

Virtuelles Lernen 2.0 im globalen Kontext: Das BLIC-Projekt lehrt Studierenden Interkulturalität hautnah

Rund 13.000 km liegen zwischen den verschiedenen Teilnehmergruppen des BLIC- Projekts (Blended Learning International Cooperation): Denn während die einen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Deutschland studieren, sind die anderen an der Cape Peninsula University of Technology in Südafrika eingeschrieben. Dass sie nun zusammen an einem Forschungsprojekt arbeiten, ist Prof. Dr. Jürgen Bleicher von der DHBW Villingen-Schwenningen und Prof. Dr. Andrea Honal von der DHBW Mannheim zu verdanken. Sie haben das BLIC-Projekt begleitet und evaluiert. Ihr Fazit: Der Erfolg des Projekts ist ein Vorzeigebeispiel für die stärkere Internationalisierung des dualen Studiums.

Nahezu jede Stellenausschreibung erfordert heute interkulturelle Kompetenz. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Internationalisierung des Curriculums im Studium zunehmend an Bedeutung. Im Rahmen des BLIC-Projektes werden duale Studierende in ihrer Theoriephase zielgerichtet auf das Arbeiten in internationalen Teams sowie mit verschiedenen Kulturen vorbereitet. In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Andrea Honal von der DHBW Mannheim führte Prof. Dr. Jürgen Bleicher von der DHBW Villingen-Schwenningen im Wintersemester 2016 ein Forschungsprojekt zur Optimierung des BLIC-Projektes durch. Studierende aus Villingen-Schwenningen entwickelten in Kooperation mit südafrikanischen Studierenden innovative Geschäftspläne zur Einführung neuer Produkte auf internationalen Märkten in gemischten Teams. Hierbei fungierten die deutschen Studierenden als Managementteams, die afrikanischen Studierenden übernahmen die Rolle der Marketingexperten und Berater. Jedes Team erstellte unter der Leitung eines begleitenden Professors ein spezifisches Geschäfts- bzw. Marketingkonzept. Die Zusammenarbeit auf globaler Ebene erfolgte mittels digitaler Medien, wie Facebook, WhatsApp, Skype & Co. sowie dem Lernportal Moodle, das die technische Plattform für die Kollaboration bildete. Die Projektorganisation und die Konzepterstellung erfolgten nahezu eigenständig durch die Studierenden, wobei es regelmäßige (virtuelle) Meetings mit den Teams sowie mit den Dozenten gab.

Zur didaktischen Bewertung und Weiterentwicklung des BLIC-Projektes führte Prof. Dr. Andrea Honal gemeinsam mit Studierenden des Studiengangs BWL-Handel der DHBW Mannheim eine begleitende empirische Studie durch. Mittels quantitativer Online-Umfragen sowie qualitativen Skype-Interviews sollten die deutschen und afrikanischen Teilnehmer das BLIC-Projektes u.a. hinsichtlich des individuellen Lernerfolges, der (digitalen) Zusammenarbeit, des Mediennutzungsverhaltens, der Studiensituation sowie dem Hochschulangebot-/support bewerten. Die Studienergebnisse bestätigen eine sehr positive Einstellung zum Projekt sowie eine hohe Wertschätzung des systematischen Einsatzes digitaler Medien bzw. flexibler Lerntechnologien.

Die BLIC-Kurse wurden in 2016 unter erschwerten Bedingungen durchgeführt, da in Südafrika durch Studentenunruhen die Zusammenarbeit im Projekt massiv gestört wurde. Die DHBW Studierenden zeigten ein hohes Maß an Professionalität, bewältigten die ungewöhnlich anspruchsvollen Herausforderungen und schlossen ihre Projekte erfolgreich ab. Insgesamt sehen die Teilnehmer das BLIC-Projekt als ein sehr gutes Beispiel für die Stärkung der Internationalität im Curriculum und schätzen die Förderung der methodischen, fachlichen, persönlichen sowie interkulturellen Kompetenzen. Sowohl die dualen Studierenden als auch ihre ausländischen Kommilitonen konnten einen großen Nutzen aus dem BLIC-Projekt ziehen, weshalb der Ausbau angestrebt wird.

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