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06.10.2016

Prof. Dr. Günter Welter und Prof. Dr. Bernd Weibel pensioniert

Zusammen können Prof. Dr. Günter Welter und Prof. Dr. Bernd Weibel auf über 56 Jahre Berufserfahrung an der DHBW und BA zurückblicken. In dieser Zeit haben sie nicht nur zahlreiche Studentengenerationen auf dem Weg in eine berufliche Zukunft begleitet, sondern sie auch die außergewöhnliche Erfolgsgeschichte der Dualen Hochschule. Ende September haben beide ihren Dienst offiziell quittiert, doch sowohl das Rektorat als auch die Studiengänge Industrie und Wirtschaftsinformatik wünschen sich eine weitere Verbundenheit in Form einer Dozententätigkeit.

Als Prof. Dr. Welter vor 26 Jahren an der Berufsakademie seine Professorenlaufbahn begann, liefen viele Prozesse zwar hemdsärmeliger als heute, aber keinesfalls schlechter. Wobei Prof. Dr. Welter zunächst im Team mit den damaligen Kollegen Prof. Dr. Rainer Beedgen und Prof. Anton Hald mit großem Engagement echte Aufbauarbeit leistete. Prof. Dr. Welter verhandelte immer sehr geschickt, wenn es darum ging, die Wirtschaftsinformatik nach vorne zu bringen. Lange Jahre wirkte er dabei als informeller Studiendekan, auch wenn es diesen Begriff offiziell noch nicht gab. Nicht zuletzt seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Wirtschaftsinformatik schon zu BA-Zeiten zu einem der zahlenmäßig größten WI-Studiengänge in Deutschland wurde. In der Lehre wirkte er ebenfalls sehr nachhaltig. Über tausend Absolventinnen und Absolventen haben seine Veranstaltungen besucht oder ihre Prüfungen in Ausschüssen abgelegt, in denen Prof. Dr. Welter den Vorsitz hatte. Seine vielfältigen Erfahrungen brachte er schließlich in einem Übersichtswerk mit dem Titel 'Wirtschaftsinformatik', das 2004 im Kiehl-Verlag in 1. Auflage erschien, ein. Besonders wichtig war  Prof. Dr. Welter auch die gute Außendarstellung der Dualen Hochschule. Mit dem Anliegen, die Idee des Dualen Studiums an angehende Abiturienten zu vermitteln, war er von Beginn an jedes Jahr einer der aktivster Vertreter bei Ausbildungsmessen wie der 'Jobs for Future' oder Informationsveranstaltungen von Schulen und Agenturen für Arbeit. Seine große Erfahrung bringt Prof. Dr. Welter auch in der Gestaltung, Organisation und Weiterentwicklung von Studiengängen ein. Als Gutachter für die FIBAA war er in zahlreichen Verfahren zur Akkreditierung, insbesondere dualer Studiengänge, aktiv. Breites Fachwissen, einen immensen Erfahrungsschatz aber auch immer ein offenes Ohr, ein Kompliment zur rechten Zeit und viele schöne menschliche Begegnungen das sind die Attribute, die seine Kolleginnen und Kollegen nicht nur in der Wirtschaftsinformatik an ihm schätzten. Mit seinem Abschied wird eine Lücke in der WI entstehen, die nicht leicht zu schließen sein wird, auch wenn Herr Welter der WI als Lehrbeauftragter erhalten bleibt. Die DHBW und insbesondere seine Kollegen wünschen ihm alles Gute und danken ihm für die vielen Jahre, in denen er in hervorragender Weise gewirkt hat.

Nach 30 Berufsjahren voller Engagement und Tatendrang wurde auch Prof. Dr. Bernd Weibel, Studiengangsleiter BWL-Industrie, in den Ruhestand verabschiedet. Nach dem Studium der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie der Sozialwissenschaften übte er eine mehrjährige Forschungstätigkeit an der Universität Mannheim sowie der damaligen TH Karlsruhe aus. Dabei befasste er sich im Rahmen eines Forschungsprojekts intensiv mit der Gestaltung des dualen Studiums. An die Promotion schloss sich eine mehrjährige Tätigkeit als Personalleiter einer großen Non-Profit-Institution an. Im Herbst 1987 kam er als Fachleiter Industrie an die damalige Berufsakademie Mannheim und hatte kurzzeitig auch eine Fachleiterstelle im Studiengang Wirtschaftsinformatik inne. Seine fachlichen Schwerpunkte umfassten neben der allgemeinen BWL vor allem den Bereich Personalwirtschaft. Über viele Jahre hinweg prägte er  den Studiengang Industrie in Mannheim nachhaltig durch seine Fachkompetenz sowie seine Geradlinigkeit und trug dadurch wesentlich zum Ansehen des Studiengangs Industrie bei. Sein fachlicher und persönlicher Rat wurde nicht nur in seinem unmittelbaren Umfeld, sondern auch darüber hinaus im Hause sehr geschätzt. Umso mehr wünschen ihm alle Kolleginnen und Kollegen der DHBW Mannheim einen glücklichen und erfüllten Ruhestand.

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