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Entwicklungsgeschichte der DHBW Mannheim

Die Anfänge

Am 1. Oktober 1974 startet die heutige DHBW Mannheim als Berufsakademie (BA) Mannheim zeitgleich mit der Berufsakademie Stuttgart im Rahmen eines Modellversuchs zur Übertragung des dualen Systems in den tertiären Bildungsbereich.

42 Studierende der Ausbildungsbereiche Wirtschaft und Technik werden damals in 16 Unternehmen und den Fachrichtungen Industrie, Handel, Versicherung und Elektrotechnik ausgebildet.

Ziel ist es, den immer zahlreicher werdenden Abiturienten eine praxisnahe Alternative zum traditionellen Studium zu bieten und dem sich abzeichnenden Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften entgegenzuwirken.

Das Konzept des dualen Studiums bewährt sich, die Zahlen steigen kontinuierlich und so wird 1982 mit dem „Gesetz über die Berufsakademie im Land Baden-Württemberg“ der Modellversuch für beendet und die Berufsakademie offiziell zur Regeleinrichtung erklärt: Die Berufsakademien sind nun unter dem gemeinsamen Dach der Berufsakademie Baden-Württemberg im tertiären Bildungsbereich des Landes verankert.

Hochschulrechtliche Gleichstellung

1995 spricht die Konferenz der Kultusminister in Halle eine Empfehlung an die Bundesländer aus, Berufsakademie-Absolventen gleichwertig wie Fachhochschulabsolventen zu behandeln. Damit ist eine europaweite Anerkennung der BA-Abschlüsse vorbereitet, die 1997 durch die Mitteilung des Bundeswirtschaftsministers an die EU gültig wird.

Sieben Jahre später, 2004, beschließt die Kultusministerkonferenz die Umstellung der BA-Abschlüsse auf Bachelor und – bei entsprechender Akkreditierung – die hochschulrechtliche Gleichstellung mit Bachelor-Abschlüssen anderer Hochschulen.

Entsprechend des Bologna-Prozesses werden zum 1. Oktober 2006 die Diplom-Studiengänge der Berufsakademie Mannheim in Bachelor-Studiengänge umgewandelt und von der Zentralen Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover (ZEvA) evaluiert und akkreditiert.

Die BA Mannheim vergibt seither die Abschlüsse „Bachelor of Arts“, „Bachelor of Engineering" und „Bachelor of Science". Als Besonderheit können BA-Studierende aus Mannheim zusätzlich den akademischen Grad „Bachelor-with-Honours“ der britischen Open University UK erwerben.

Auf Erfolgskurs

Ein Jahr nach der Umstellung auf die Bachelor-Abschlüsse, 2007, wird die BA Mannheim als erste Berufsakademie überhaupt im Hochschulranking des renommierten Magazins Wirtschaftswoche gerankt (11/2007) und als von Personalmanagern empfohlene Hochschule im Bereich Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsingenieurwesen geführt.

2008 erfolgt im Zuge einer Nachevaluierung eine Bewertung aller Studiengänge als Intensivstudiengänge: Statt den sonst üblichen 180 ECTS-Punkten können nun 210 ECTS-Punkte in drei Studienjahren erworben werden.

Überhaupt steht die BA Mannheim 2008 unter einem guten Stern: Mit über 2000 Erstsemestern steigt die Zahl der Studienanfänger im Vergleich zum Vorjahr um 16,2% und ist damit der stärkste Jahrgang in der Geschichte der BA Mannheim überhaupt. Zugleich wird erstmals die rekordverdächtige Marke von 5000 eingeschriebenen Studierenden insgesamt erreicht. Auch die Anzahl der dualen Partner steigt auf über 2000 Ausbildungsunternehmen.

Um der wachsenden Zahl an Studierenden, Lehrkräften und Serviceeinrichtungen gebührend Raum zu geben, entstehen 2008 zusätzlich zur Außenstelle in der Käfertalerstraße und zu den Gebäudeteilen A,B,C und D in der Coblitzallee das Instituts- und das Zentralgebäude mit Audimax (SV Auditorium), Mensaria und hoch moderner Bibliothek: der Campus Coblitzallee.

Hochschulwerdung: Von der BA zur DHBW Mannheim

Zum 1.3.2009, 35 Jahre nach Gründung der BA Mannheim, wird die Berufsakademie Baden-Württemberg gemäß der Koalitionsvereinbarung des Landtags vom 5. Mai 2006 in eine Duale Hochschule nach dem Vorbild des US-amerikanischen State University Systems umgewandelt.

Die BA Mannheim wird zur DHBW Mannheim und erhält damit auch de jure Hochschulstatus.

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg verleiht nun national und international anerkannte akademische Grade und erhält zusätzlich den Auftrag zur kooperativen Forschung.

6.300 STUDIERENDE
41 STUDIENRICHTUNGEN
1.900 PARTNERUNTERNEHMEN