Home | Englisch | Kontrast++ | A++ |
06.03.2018

"Business in a connected and divided world" - International Business-Studierende in Paris

Gruppenbild der Studierenden des Studiengangs International Business in Paris

Auf Basis der Sozialkapitaltheorie und Sozialen Netzwerkanalyse widmeten sich 20 Studierende der Studienrichtung International Business im Rahmen des Integrationsseminars für Managementthemen in einem Workshop an der DHBW und einer viertägigen Exkursion nach Paris dem kontroversen Themenfeld "Business in a connected and divided world." Ausgewählte Aspekte aus den Bereichen Human Resource Management, Knowledge Management and Innovation, Supply and Value Chains sowie Globalization and Regionalization bildeten die Grundlage für die Gruppenpräsentationen und Seminararbeiten der Studierenden und wurden anschließend in den Besuchsterminen der Paris-Exkursion Ende November 2017 aufgegriffen.

Nach eigenständig organisierter Anreise per TGV startete das Programm mit einem Besuch bei der OECD. Neben Einblicken in die diversen Themenfelder der OECD und die tägliche Arbeit als OECD Mitarbeiter konnten die Studierenden auch mit einer Expertin im Bereich Responsible Business Conduct diskutieren. Der Abend stand den Studierenden dann zur freien Verfügung.

Am Folgetag startete die Gruppe mit einer wirtschaftshistorischen Stadtführung, die von den Feaubourgs rund um die Bastille bis ins Marais-Viertel führte. Von Sonnenstrahlen verwöhnt versuchten alle tapfer der Winterkälte zu widerstehen, die sich bei einem dreistündigen Programm langsam von den Schuhsohlen her nach oben durcharbeitet.

Mit dem Besuch der STATION F stand am Nachmittag sicherlich eines der Highlights auf dem Programm. In einem umgebauten alten Güterbahnhof im 13. Arrondissement befindet sich das weltweit größte Start-up Center, mit dem die französische Hauptstadt ihre Stellung als Gründer-Standort untermauern möchte. Die Studierenden zeigten sich allein von den Räumlichkeiten sehr beeindruckt, die in einer allgemeinen Führung entdeckt werden konnten. Die sich anschließende Diskussion mit Mitarbeitern des weltweit agierenden Business Accelerators Plug&Play ermöglichte ein umfassendes Verständnis des Geschäftsmodells eines solchen Vermittlers zwischen Start-ups und Finanzgebern. Plug& Play sieht sich selbst als globale Innovationsplattform und kann auf Erfolge wie PayPal und Dropbox verweisen. Einige der Studierenden fühlten sich so mitgerissen durch die jungen, dynamischen Gesprächspartner, dass direkt Kontaktdaten ausgetauscht wurden.

Beim gemeinsamen Abendessen im Bistro du Peintre, einem typisch französischen Bistro, wurde eifrig weiter diskutiert. Der Abend konnte dann ganz locker im aktiven Nachtleben des 11. Arrondissements ausklingen. Hierzu hatte die Stadtführerin bereits am Morgen gute Tipps gegeben.

Der nächste Tag startete mit dem Besuch der deutsch-französischen Handelskammer, was vor dem Hintergrund der Themenstellung der Exkursion ja beinahe als ein Pflichttermin zu sehen ist. Nach Ausführungen zu den deutsch-französischen Geschäfts- und Handelsbeziehungen wurde die Gesprächsrunde dann sehr interaktiv, als sich unsere Referentin dazu hinreißen ließ, über die leider oft so unterschätzten kulturellen Unterschiede im französischen Geschäftsumfeld auch mit Anekdoten zu berichten.

Sehr herzlich wurden wir am Nachmittag bei der Heinrich-Böll-Stiftung empfangen. Das zeigte sich bereits in der auf dem großen Tisch aufgestellten Verpflegung: Bio-Mandarinen, Bio-Kekse und Bio-Apfelsaft. So wurde auch denjenigen, die sich im Vorfeld vielleicht nicht so intensiv auf die Besuchstermine vorbereitet hatten, direkt klar, dass wir hier bei der politischen Stiftung der Grünen zu Gast waren. Unsere Gastgeber beantworteten geduldig die vielen Fragen, die aus der Runde an sie gestellt wurden. Und als wir die Besuchszeit bereits um 30 Minuten überzogen hatten, wurden wir freundlich darauf hingewiesen, dass noch einige Dinge an dem Tag abzuarbeiten wären. Aber wann bekommt man als BWL-Student auch schon die Gelegenheit mit einem französischen Politologen und einer deutschen Germanistin so spannende Themenfelder wie die Energiepolitik in Frankreich und die Energiewende in Deutschland zu diskutieren?

Was wäre eine Paris-Exkursion ohne einen Besuch im Louvre? Mit freiem Eintritt für EU-Studierende unter 26 Jahren und der Nocturne am Mittwochabend hatten wir bis 21 Uhr Zeit durch die Skulpturen- und Gemäldesammlungen dieses Museums zu schlendern. Da die Interessen dann doch unterschiedlicher waren, teilte sich die Gruppe recht schnell auf, so dass jeder seine kleine Auswahl aus den 380.000 ausgestellten Werken entdecken konnte.

Am nächsten Tag galt es früh aufzustehen. Der letzte Besuchstermin bei Bosch France war bereits für 9:00 Uhr angesetzt. Und davor mussten alle ihr Gepäck aus den Appartements bringen. Während alle anderen Besuchstermine leicht mit der Metro erreicht werden konnten, mussten wir dieses Mal auch auf den Bus als Transportmittel zurückgreifen. Nach anfänglichem Suchen der Bushaltestelle, die aufgrund von Bauarbeiten verlegt worden war, kamen wir dennoch rechtzeitig an. Auch hier wurden wir sehr herzlich empfangen. Sogar ein französisches Frühstück mit Kaffee, Croissants, Pains au chocolat und Chaussons aux pommes stand für uns bereit. Mit Elektromobilität und automatisiertem Fahren wurden neben einer Vorstellung von Bosch France Themenfelder adressiert, die bei allen auf großes Interesse stießen. Erneut überzogen wir die angesetzte Besuchsdauer. Doch das war mit den hochkarätigen Managern, die auf französische Arte und Weise sich gerne überreden ließen, von der Agenda abzuweichen und auch strategische Themen zu diskutieren, nicht anders zu erwarten gewesen.

Nach der Rückkehr in das Stadtzentrum musste dann Abschied genommen werden. Vier Tage Paris mit vielfältigen Eindrücken und Erlebnissen lagen hinter uns und die Erkenntnis, dass die Stadt der Lichter sehr viel mehr zu bieten hat, als man als gewöhnlicher Tourist entdecken kann.

6.300 STUDIERENDE
41 STUDIENRICHTUNGEN
1.900 PARTNERUNTERNEHMEN

Kontakt

Ingrun Salzmann
Hochschulkommunikation
Tel.: (0621) 4105-1133
Fax: (0621) 4105-1607
ingrun.salzmann(at)dhbw-mannheim.de

 

Katarzyna Michalski
Sekretariat Hochschulkommunikation
Tel.: (0621) 4105-1391
Fax: (0621) 4105-1607