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08.08.2017

DHBW4Kids: Wie funktioniert eigentlich die Wirtschaft? - Antworten hierauf bot Anfang August eine Schnuppervorlesung für Kinder an der DHBW Mannheim

Endlich Sommerferien – keine Klassenarbeiten, keine Hausaufgaben und endlich mal wieder richtig ausschlafen. Nicht jedoch für die 47 Kinder, die gleich zu Beginn der Ferien am 1. August ihren Klassenraum einfach mal mit einem Hörsaal an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mannheim tauschten. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe DHBW4Kids lud die Duale Hochschule die Kinder ein, einen Tag als Juniorstudent an der DHBW Mannheim zu verbringen und so einiges über die Wirtschaft zu erfahren.

Dass Wirtschaft nicht unbedingt ein kompliziertes und trockenes Thema sein muss, merkten die Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren ziemlich schnell. Zum Einstieg beschrieb Prof. Dr. Julia Hansch, Professorin im Studiengang BWL-Spedition, Transport und Logistik den Aufbau und die Akteure der Wirtschaft. Anschließend musste definiert werden, was dieses „Wirtschaften“ denn nun bedeutet. „Eigentlich ist Wirtschaften nichts anderes, als sich selbst zu fragen „Was will ich mit meinem Geld machen?“, erklärt sie und gibt damit die Frage an ihre Gasthörerinnen und –hörer weiter. Eifrig berichteten die Kinder, was sie mit ihrem wöchentlichen Taschengeld anfangen. So sparen die einen auf etwas „Großes“, wie zum Beispiel eine Spielekonsole, andere geben ihr Geld lieber für Süßigkeiten und Lego aus. In einem waren sich aber alle einig: für manche Güter muss man bezahlen, für andere wie zum Beispiel Luft aber nicht. Und damit Luft und andere wichtige Grundgüter wie Strom und Wasser für Mama und Papa auch bezahlbar bleiben, gibt es den Staat. „Der passt auf, dass sie ihr Wasser immer noch bezahlen können, wenn sie den Wasserhahn aufdrehen“, verdeutlichte Prof. Dr. Hansch. Und auch wenn nicht viele der Juniorstudenten den Stellvertreter des Staates in Sachen Arbeit und Soziales, Andrea Nahles kannten, den beschlossenen Mindestlohn und dessen Bedeutung, nämlich dass niemand für zu wenig Geld arbeiten muss, kannten alle. Doch auch um andere Akteure der deutschen Wirtschaft ging es an diesem Vormittag. Vor allem BASF und SAP nannten die Kinder, als man sie fragte welche Unternehmen aus der Umgebung sie so kennen. Sogar welche Produkte sie vertreiben, war schon bei den Jüngsten bekannt. Doch wie schaffen es diese Firmen, so bekannt zu sein? Dies erklärte ein lustiges Video zum Thema Marketing. Pfiffige und leicht zu merkendende Sprüche sind das A und O, da sind sich auch die Kleinen einig. „Lidl lohnt sich“ und „Erstmal zu Penny“ kennen sie längst auswendig.

Auch was ein Gewinn ist, konnte der junge Tom den anderen Kindern schon gut erklären: „Wenn ein Laden Wasser verkauft, verlangt er für das Wasser sagen wir mal 40 Cent, obwohl er selbst, als er es eingekauft hat, nur 39 Cent bezahlt hat.“ Sogar von Angebot und Nachfrage bei der Preisentstehung hatten die Kinder schon eine Vorstellung, denn „im Sommer ist es ja immer viel teurer in Urlaub zu fahren, weil da jeder fährt. Und dann können die viel mehr Geld verlangen“, so die plausible Erklärung einer jungen Teilnehmerin.

Aber auch Themen wie der Wirtschaftskreislauf, Steuern, Industrialisierung und Globalisierung wurden angesprochen, immer mit gut vorstellbaren Beispielen und mit aktiver Einbeziehung der Youngsters. „Ihr habt doch sicher alle einen Fidgetspinner?“, fragte die Professorin in die Runde und erntete begeisterte Zustimmung. „Der kommt fast ausschließlich aus dem Ausland zu uns! Dass das heute klappt, verdanken wir der Globalisierung“, schließt Frau Hansch den kurzweiligen Vormittag.

Die Veranstaltungsreihe DHBW4Kids wird auch nach den Sommerferien fortgesetzt. Das neue Programm wird derzeit zusammengestellt und kann voraussichtlich ab September online unter www.dhbw-mannheim.de abgerufen werden.

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